Newsletter Nr. 4, März 2008 – nochmal zum Nachlesen

Hallo, meine Lieben!

Dass die Zeit mal wieder wie im Flug vergangen ist, hat mir ein Anruf meiner Freundin gezeigt, die den Verdacht hatte, sie wäre aus dem Newsletterverteiler gelöscht worden. Und tatsächlich ist Nr.1 inzwischen schon unglaubliche neun Monate alt.Er kann stehen, hangelt sich an allem entlang, was nicht niet- und nagelfest ist und bringt uns dazu endlich mal unsere Schränke und Schubladen aufzuräumen. Denn wenn sowieso einmal alles ausgeräumt ist, können wir die Gelegenheit ja auch nutzen und den ganzen Kram mal sortieren… War ohnehin überfällig.

Allerdings: Zähne fehlen nach wie vor! 🙂 Aber das macht nichts. Wenn man es nur lange genug einspeichelt und vollsabbert, kann man im Grunde jedes Lebensmittel auch ohne Zähne zu sich nehmen. (Im Unterkiefer schimmert aber seit gestern der linke Schneidezahn durch, so dass wir beim nächsten Mal wohl Vollzug vermelden können. – Anm. d. Red.)

Obwohl wir das für diese Saison zunächst gar nicht vorhatten, waren wir kurzentschlossen doch noch im Skiurlaub. Da unsere Dortmunder Freunde sowie deren Sohn dabei waren, hat das Ganze richtig gut geklappt. Wir Eltern haben uns mit der Kinderbetreuung abgewechselt, die anderen sind Ski gefahren. Und die beiden Kurzen hatten auch viel Spaß miteinander.

Gut, wenn man mit zwei Kleinkindern unterwegs ist, müsste man eigentlich ein Umzugsunternehmen beauftragen, um alles, was man dringend braucht, an Ort und Stelle zu schaffen. Aber mit zwei bis in die letzte Ritze voll gepackten Kombis ging es auch. 🙂

In der Zwischenzeit musste Nr.1 seine Wiege hergeben. Wegen seiner nun erreichten Körpermaße war er gezwungen entweder mit angezogenen Beinen oder abgeknicktem Kopf zu schlafen.

Da uns das auf die Dauer unbequem erschien und wir uns auch später nicht anhören wollen, dass wir an den Haltungsschäden Schuld sind, die er sich in Wahrheit natürlich damit zuziehen wird, dass er Schultaschen nur lässig über einer Schulter tragen wird, anstatt sie gemäß der orthopädischen Vorschriften zu packen und dann das Gewicht gleichmäßig auf beide Schultern zu verteilen.

Um aber alle ungerechtfertigten Vorwürfe der undankbaren Brut gleich im Keim zu ersticken, schläft der Stinker nun in seinem eigenen Zimmer in seinem eigenen Bett. Da dieses ungefähr so breit ist wie die Wiege lang war, wirkte er darin zunächst sehr verloren und die besorgten Eltern waren überzeugt, dass er das bestimmt völlig ungemütlich finden würde und kein Auge zu tun würde. Außerdem müsste ihm ja auch unser nächtliches Geschnarche fehlen, von dem wir selbstredend annahmen, dass es ihn beruhigen und ihm ein Gefühl der Sicherheit vermitteln würde.

Zu unserer Enttäuschung hatte er keinerlei Eingewöhnungsschwierigkeiten und hat gleich geschlafen wie ein Ratz… 🙂

Wobei jetzt hier nicht der Eindruck entstehen soll, dass das Untier durchschläft. Neeeiiiin. Er schläft in der Zeit zwischen sechs und elf Uhr abends fast ausnahmslos prima durch. Obwohl wir kurz darüber nachgedacht haben, können wir uns diesem Biorhythmus aber beim besten Willen nicht anpassen.

In dem Moment, in dem wir uns entschließen ins Bett zu gehen, muss sich aber in dem kleinen Unterbewusstsein das „Eltern-ärger-Gen“ bemerkbar machen. Wenn Schatz und ich gerade die jeweils optimale Schlafposition eingenommen haben und die Wärme der Bettdecke dabei ist das Gehirn in den wohligen Dämmerzustand zu versetzen, der einem ruhigen Schlummer voran geht – meldet sich garantiert die „parent’s unit“ des Babyfons!!! Mit einem durchdringenden Schrei oder mit anhaltendem Gewimmer.

In den meisten Fällen beendet Nr. 1 seine Nachtruhe also bei uns im Bett. Und da er gegen sechs Uhr morgens dann herrlich ausgeschlafen ist, tobt er dann gutgelaunt über unsere Bettdecke. Aber – das wird schon! Und so schlimm ist es ja auch nicht.

Dennoch möchte ich an dieser Stelle eine Belohnung aussetzen für denjenigen, der mir die Kontaktdaten des Erfinders dieser vermaledeiten Babyfone nennen kann!!! Ich fühle mich durch diese technische Neuerung aufs Höchste in meiner Freiheit beschnitten und möchte mich beschweren. Das Ding ist zu nichts nütze und macht einem das Leben unnötig schwer!

Beispielsweise:

– gehört es sich für verantwortungsbewusste Eltern natürlich, dass man sein Kind nicht einfach ins Bett bringt, sondern den Schlaf überwachen lässt, um sofort eingreifen zu können, wenn die kleine Kröte zweimal hustet. Offensichtlich haben frühere Eltern – also die, die das Glück hatten, dass es noch keine Babyfone gab – einfach gewartet, bis das Baby laut genug geheult hat, dass man es auch ohne technische Hilfsmittel gehört hat. Ging auch, ist aber heutzutage kinderpolitisch unkorrekt und wird darum nicht gemacht!! Dabei hätte uns das geschätzte 135 zusätzliche Stunden Schlaf beschert….

– konnte man früher prima Einladungen, die man ohnehin nicht annehmen wollte, mit dem Argument ablehnen, dass man das Kindchen auf einer Party, auf der gerade 25 Mann lautstark „It’s raining men“ grölen, nicht weinen hört, weil man es ja am anderen Ende der Wohnung hingelegt hat, damit es in der ungewohnten Umgebung überhaupt einschläft…. usw. usw. Diese Ausrede wird nun mit einem einzigen „Ach, bringt doch einfach das Babyfon mit!“ vom Tisch geputzt.

Das wiederum bedeutet, dass zu den o. g. 135 fehlenden Stunden Schlaf etwa weitere 89 Stunden addiert werden müssen, die uns fehlen, weil wir auf Parties gehen mussten, obwohl wir uns lieber einen gemütlichen Abend gemacht hätten, um womöglich ein oder zwei der o.g. 135 Stunden nachzuholen.

Ich könnte noch ewig so weiter machen, aber stattdessen breche ich hier ab und schlafe lieber ein Ründchen! 🙂

Wir wünschen Euch allen Frohe Ostern 2008!

Glücklicherweise ist Nr.1 ja noch zu klein, um zu wissen, dass er heute eigentlich bunte Ostereier suchen würde. Ihr, die Ihr nicht so gut dran seid, haltet durch!
Ihr werdet Eure Eier sicher auch wiederfinden, sobald der Schnee geschmolzen ist…. 🙂

Lasst es Euch gut gehen und seid herzlich gegrüßt von

Chef, Schatz und Nr. 1

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