Auf Wiedersehen, Wickeltasche – Hallo, Kinderbespaßungstasche!

Nachdem ich nun knapp fünf Jahre mit unförmigen Taschen herumgelaufen bin, deren Volumen problemlos Windeln, Feuchttücher, Wechselwäsche, Schlüssel, wichtige Papiere und Kopfschmerztabletten verschluckt hat, dachte ich, dass diese Zeiten nun mal endlich vorbei wären. Jedoch gibt es da ein kleines Problem – nörgelnde Kinder, deren einziges Ziel es ist, den armen Eltern den Besuch in Restaurant oder Café möglichst schnell und möglichst gründlich zu verleiden. Sie wären zwar inzwischen durchaus in der Lage, gerade am Tisch zu sitzen. Allerdings sind sie nicht willig, länger als fünf Minuten unseren „Laaangweiliiiiig!“-Gesprächen zu lauschen. Um also in Ruhe einen Kaffee zu trinken, nimmt man entweder noch ein paar Kinder mehr mit, die sich gegenseitig unterhalten, oder: alle Wickelsachen raus aus der Riesentasche und hinein mit allen möglichen Beschäftigungsutensilien!

Bewährt haben sich in diesem Zusammenhang zwei preiswerte und kreative Ideen:

1. Schmirgelpapier und bunte Wolle oder Garne sowie eine stumpfe Bastelschere. Das Garn klebt am Papier, damit kann man tolle Bilder machen. Und zwar ohne Kleber, was wirklich wichtig ist, wenn man das Lokal evtl. nochmals besuchen möchte.

2. Karteikarten und Stifte, stumpfe Bastelschere. Wenn man die Karten in der Mitte faltet, entstehen Häuser, Autos, Eisenbahnwaggons, Indianerzelte… Man kann Türen reinschneiden und alles bunt anmalen. Wenn der Bauernhof fertig ist, hat man auch den Kaffee getrunken. Hier gilt: lieber Buntstifte als Filzstifte, falls man das Lokal nochmals besuchen möchte. Die gilt besonders, wenn es sich um ein Restaurant handelt und womöglich eine Tischdecke aufliegt. Weder Löcher durch Scheren noch Flecken durch Filzstifte tragen zur Belustigung des Personals bei und sollten daher besser vermieden werden.

Natürlich muss man diese Bespaßungstaschen immer und grundsätzlich packen, wenn die Kinder nicht dabei sind. Dann hat man auf jeden Fall den Überraschungseffekt auf seiner Seite. Sowieso ist es wichtig, diese Ablenkungsmanöver nur zu starten, wenn sonst nichts mehr geht und man trotzdem noch ein bißchen in gemütlicher Runde sitzen möchte. Denn auch der coolste Trick nutzt sich bei Kindern relativ schnell ab. Außerdem würde ich den Kindern die Dinge einfach nur kommentarlos hinlegen, um zu sehen, was sie draus machen. Vielleicht haben sie ja noch eine viel bessere Idee. Mit dem Schmirgelpapier könnte man ja auch schön das Muster von der Tapete scheuern. Und die Wolle eignet sich prima, um die Taschen der übrigen Gäste heimlich an den Stuhlbeinen anzubinden.

Viel Spaß beim nächsten – total entspannten – Restaurantbesuch! Bin gespannt auf Erfahrungsberichte…

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