Fußball ist unser Leben…

Zur Spielerfrau hat es ja nun nicht gereicht. Dafür bin ich zwischenzeitlich Spielermutter geworden. Immerhin! Nr. 1 ist stolzes Mitglied der Breiten Burschen Barmen 1996 e.V.. Da aus den breiten Burschen von damals doch noch nützliche Mitglieder der Gesellschaft, Familienväter und Bambini-Trainer geworden sind, täuscht der Name des Vereins. Es besteht kein Grund zur Sorge und wir schicken die Jungs völlig entspannt zum Training. 😉

Seit dem Sommer geht Nr. 1 regelmäßig und auch mit einigem Ehrgeiz zum Fußballtraining. Folgerichtig wollte er nun auch an den entsprechenden Spielen an den Wochenenden teilnehmen. Obacht an dieser Stelle, Mädels: Spielermütter haben es nicht leicht!

Während sich Spielerfrauen im Blitzlichtgewitter sonnen können, Shoppingtouren und Reisen zu Auswärtsspielen genießen dürfen, arbeitet die Spielermutter doch eher dezent im Hintergrund. Sie hält Wasserflaschen, Pflaster, Regenjacken und Mützen bereit. Sie befreit die Fußballschuhe von den gröbsten Dreckklumpen und übernimmt selbstverständlich auch den Fahrdienst zum Platz und zurück. Und wo sie schon einmal da ist, bleibt sie auch, um das Kind anzufeuern und gebührend zu bewundern – natürlich notfalls auch total durchnässt und mit Eisfüßen. Im Anschluss ans Training führt sie dann die immer gleiche Diskussion darüber, warum sie dem Jungvolk nicht noch eine Bratwurst kauft, sondern stattdessen darauf besteht, dass zu Hause der Gemüseeintopf gegessen wird.

Man sollte also als Spielermutter im Vorfeld möglichst gründlich über alle Eventualitäten nachdenken, die dieser Job mit sich bringt. Beispielsweise haben reihum die Eltern die Aufgabe, die dreckigen Trikots der gesamten Mannschaft nach dem Spiel mit nach Hause zu nehmen, um sie zu waschen. Hierbei ist es von größter Wichtigkeit darauf zu achten, dass man sich freiwillig nach einem sonnigen Spieltag auf trockenem Platz meldet.

Nun – ich habe diesen Zeitpunkt natürlich verpasst, und vergangenen Samstag wurden Schatz und ich vom Trainer beiseite genommen und freundlich darauf hingewiesen, dass wir nun mal dran wären. Nur für den Fall, dass Ihr Euch nicht erinnert: Regen in der Nacht auf Samstag führte zu einem Spielfeld aus Matschepampe! Das wiederum führte zu diversen Ausrutschern und verstolperten Bällen. Und so landete dieser Berg aus Trikots bei uns. Besondere Beachtung verdient die Hose des Torwarts…

Während mir der Schweiß ausbrach und ich noch verzweifelt überlegte, wie ich aus der Nummer wohl wieder rauskäme, kam mir der Trainer netterweise zu Hilfe, indem er bemerkte, dass er ja bei sich zu Hause die Trikots immer selber wasche.

Vielen Dank dafür – hat funktioniert. 🙂 Schatz fühlte sich nämlich tatsächlich angesprochen und hat sowohl das Waschen als auch das Aufhängen des Bündels übernommen. Und da hing sie also, die komplette Bambinimannschaft… Ich möchte mir nicht ausmalen, wie das wird, wenn die Jungs und damit auch die Trikots noch ein paar Nummern größer werden. (Wobei ich natürlich ab sofort darauf achten werde, dass ich mich rechtzeitig aufdränge und die Sachen dann bei schönem Wetter im Garten trocknen können.)

Nachdem ich mich bis hierhin erfolgreich weggeduckt hatte, galt es noch das Zusammenlegen der Leibchen zu delegieren. Wie Ihr sehen könnt, ging auch das relativ reibungslos. 🙂

Jetzt, wo ich weiß, dass Nr. 1 durchaus in der Lage ist, Klamotten zu falten und ordentlich wegzuräumen, werde ich auch mal mit Blick auf sein Zimmer etwas strengere Saiten aufziehen!

Wenn ich es so recht überlege, habe ich doch einiges gelernt aus der Aktion „Ihr seid dran!“:
Schatz übernimmt freiwillig Aufgaben, wenn er sich im Wettkampf mit anderen Vätern messen kann. Nr. 1 erledigt Hausarbeit gerne, wenn sie die Vereinsfarben hat. Und ich bin letztlich doch gar nicht so schlecht gefahren mit der „Bloß-nicht-auffallen“-Taktik.

Meine einzige Rolle in dem Spiel ist es nur noch, den Koffer mit den sauberen Trikots wieder dem Trainer zukommen zu lassen. (Leider kann ich mich nicht mit fremden Federn schmücken, denn er liest mit und kennt jetzt die Wahrheit.) Schau, da ist die gewaschene Pracht:

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