Jahresabschlussputzmarathon

Ich hoffe, Ihr hattet alle schöne Weihnachtstage und einen grandiosen Start ins neue Jahr! Da es mir unmöglich war in Anwesenheit der gesamten Familie auch nur einen zusammenhängenden Satz zu schreiben, haben wir die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr für den Hausputz genutzt. Wir haben Schränke poliert und Vorhänge gewaschen, Fenster geputzt und Fußleisten gewienert. Das beschäftigt gelangweilte Ehemänner genauso wie Jungs mit Kindergartenentzugserscheinungen und hat den praktischen Nebeneffekt, dass das Haus jetzt an Stellen gereinigt wurde, die ansonsten ganzjährig weitestgehend ignoriert werden.

Eine dieser Baustellen hat dankenswerterweise Schatz übernommen – nämlich die Säuberung des Kühlschrankes. Von außen Edelstahl und von innen eine Unzahl von Fächern und Glasböden. Die Reinigung dieses Teils gehört mit weitem Abstand zu den Dingen, die ich am liebsten aufschiebe viagra pfizer. Schatz hat aber tapfer den Kampf aufgenommen und erstmal gefühlte zwei Stunden den Edelstahl poliert. Die Kinder waren begeistert und haben sofort getestet, ob man auf der blinkenden Fläche Fingerabdrücke hinterlassen kann. Ja, man kann! Grmpf. Schatz hat im Anschluss einen halben Vormittag lang alles aus dem Teil herausgeräumt. Danach hat er nochmals ungefähr die selbe Zeit gebraucht, um sämtliche Fächer und Einlegeböden abzumontieren, zu säubern und wieder einzubauen. Und dann hat er während des Genusses einer Tasse Kaffee ein ausgeklügeltes System entwickelt, wie er ihn wieder einräumt. Nach weiteren zähen Stunden stand er zutiefst befriedigt vor seinem Werk und rief mich herbei, damit ich ihn gebührend bewundern und feiern konnte. Es folgte eine Einweisung in die neue Ordnung unseres Kühlsystemes. Gläschen mit Oliven, Kapern etc. links, Ketchup, Sojasoße usw. rechts. Käse in diesem Fach, Wurst in jenem. Gemüse hier, Obst da. Ich hatte schon vor Abschluss der Einweisung den richtigen Platz für das Marmeladenglas vergessen, so dass Schatz‘ Frage, ob er mir lieber noch Schilder an die jeweiligen Plätze hängen soll, nicht unberechtigt war. Nun ist es aber so, dass sich das von mir benötigte Produkt in einem vollen Kühlschrank in der Regel hinter oder unter anderen Lebensmitteln befindet. Also räume ich erstmal alles, was mir im Weg ist, in ein anderes Fach, damit ich die Hände frei habe. Und jetzt von mir zu erwarten, dass ich diese zwischengelagerten Sachen anschließend wieder an den ursprünglichen Platz zurückräume, hat ungefähr so viel Sinn, wie den Jungs zu sagen, dass sie ihre Legosteine nach Farbe sortieren sollen. Ich bin aber trotzdem äußerst dankbar, dass mir diese lästige Arbeit erspart wurde und hoffe sehr, dass mein Schatz mein aufmüpfiges Verhalten bis zur nächsten nötigen Reinigung vergessen hat. 🙂

Den Schwung des neuen Jahres habe ich dann heute genutzt, um den Kinderzimmern zuleibe zu rücken. Gut, dass die beiden die Knallerei an Silvester verpennt haben – durch ihre Fenster hätten sie ohnehin nichts sehen können. Erstaunlich ist es auch, wieviel Staub sich heimlich auf einem kleinen Lampenschirm sammeln kann.

Da die Jungs glücklicherweise wieder im Kindergarten sind, konnte ich bei Nr. 2 auch mal die Schränke durchforsten und kräftig aussortieren. Und ich rede hier nicht von Anziehsachen, sondern von Spielzeug. Bei meinem letzten Anlauf hatte ich den Fehler gemacht, den Jungs zu zeigen, was ich ausrangiert hatte. Das brachte mir sirenenartiges Gekreische und den entsetzten Aufschrei: „Das BRAUCHEN wir noch!“ ein. Da ich ja nun dumm genug gewesen war zu fragen, konnte ich das Veto jetzt schlecht ignorieren und räumte also zähneknirschend alles brav wieder in die Regale. Dort schlummerten die ach so dringend benötigten Teile nun weitere fünf Monate vor sich hin. Heute, so hoffe ich, haben sie sie vergessen und werden sie nicht vermissen. Bewaffnet mit einem großen Mülleimer und einem ebenso großen Pappkarton habe ich mich ans Werk begeben – mit der Folge, dass nun einige der Kisten komplett leer sind. Ob das wohl doch auffällt? Die Sachen für den Müll sind schon draußen in der Tonne, getarnt durch eine darauf liegende Mülltüte mit ganz unverfänglichem Küchenmüll. Und die Sachen, die nicht kaputt sind, habe ich in meinem Büro versteckt, um sie morgen zur Toys Company zu schaffen. Ich muss unbedingt daran denken, dass ich nachher noch eine Decke über den Karton lege und irgendwas Schweres draufpacke, was die Jungs nicht ohne meine Hilfe bewegen können…

Ich glaube, wir werden auch nächstes Jahr wieder einen Jahresabschlussputzmarathon einlegen. Das hat sich bewährt, denn es schafft Befriedigung und Ordnung, Platz für Neues und freie Sicht auf die Dinge durch geputzte Fenster; es fördert die Teamfähigkeit und das Zusammengehörigkeitsgefühl. Und außerdem hätte ich das ja sonst jetzt alles ganz alleine machen müssen!

 

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