Warum Kinder möglichst früh mit digitaler Technik vertraut gemacht werden sollten

Nr. 1 bekam zu seinem dritten Geburtstag von einem Freund von uns eine Digitalkamera geschenkt – eine echte, wohlgemerkt.

Durch dieses Gerät lernte ich einige bemerkenswerte Dinge über Kinder. Zunächst war es erschreckend, wie schnell ein so kleines Kind die Technik im Griff hatte. Natürlich waren die ersten Werke bis zur Unkenntlichkeit verwackelt, aber das war auch die einzige Hürde, die zu nehmen war. Anschalten, Knipsen, Löschen, Zoomen – alles kein Problem.
Die zweite höchst erstaunliche Tatsache ist, dass die Kamera immer noch funktioniert. Es bleibt also festzuhalten, dass es den Kindern grundsätzlich durchaus möglich ist, auf die Dinge, die ihnen lieb und teuer sind, aufzupassen.

Heute musste ich dann nach drei Jahren doch mal die Speicherkarte leeren und insgesamt 1700 Fotos und Videos auf den Computer ziehen. Und da offenbarten sich mir höchst amüsante Schnappschüsse und Filmchen!

Neben den Fotografien von uns und quasi sämtlichen Einrichtungsgegenständen, stellte ich fest, dass die Jungs die besten Seiten ihrer Bilderbücher fotografiert hatten. Gerne auch mal jedes Detail einzeln, nur zur Sicherheit. Von mir unbemerkt hatten sie auch immer mal wieder ihre Besuchskinder verewigt und es sind einige nette „Kumpelbilder“ entstanden.Legoraumschiff von Nr. 2

Ebenfalls sehr wichtig sind ihnen Fotos der coolsten Legobauwerke. Diese wurden entweder vom Baumeister selbst stolz präsentiert oder kunstvoll irgendwo drapiert. Ich bin froh, dass wenigstens die Kinder daran gedacht haben, diese Kreativitäts-beweise für die Ewigkeit festzuhalten.

Sehr gelacht habe ich auch, als ich feststellte, dass sie während des Fernsehens fotografiert haben. Ich wusste gar nicht, dass das geht. Bei der Gelegenheit konnte ich mich auch davon überzeugen, dass sie tatsächlich am Wochenende morgens immer brav den Kindersender einschalten. Wobei ich es nicht ausschließen möchte, dass sie einfach schlau genug sind, die verbotenen Sendungen nicht zu fotografieren…

Auch die Selbstporträts der Jungs sind zum Schreien gut. Keines der Fotos, die ich von meinen Kindern gemacht habe,  hat den Unterhaltungswert eines Kleinkindes, das sich selber fotografiert hat.

Kurze Schnappatumung stellte sich allerdings bei mir ein, als ich ein Bild sah, auf dem Nr. 1 ein Körperteil in Nahaufnahme fotografiert hatte, das eigentlich besser im Verborgenen bleiben sollte. Ich hoffe, dass es sich hierbei nicht um die Anfänge einer exhibitionistischen Neigung, sondern lediglich um anatomisches Interesse handelt. Genauso wie ich beschlossen habe, mich nicht weiter über die von den Jungs gegenseitig geschossenen Popofotos zu beunruhigen acheter viagra en pharmacie sans ordonnance.

Auch die Videos brachten mich häufig dazu laut zu lachen. Wirklich witzige Erinnerungen! Natürlich zeigen gut 50% der Filme Kampfszenen, unterstützt durch lautes Gebrüll. Aber Nr. 1 hat offenbar auch Spaß an investigativem Journalismus. So gibt es ein Video, bei dem er unter den Couchtisch hindurch Nr. 2 beim Spielen gefilmt hat. Leider konnte er sich am Ende nicht beherrschen und hat sich durch Kichern verraten. Der Film brach ab, als Nr. 2 meinte: „Hör sofort auf damit, sonst ziehe ich Dir an den Haaren!“

Und auch ich wurde Opfer einer versteckten Kamera. Glücklicherweise hat das Biest mich nur beim Kochen gefilmt – von einem Posten im Treppenhaus, von dem er unauffällig durch die Scheiben der Küchentür sein Unwesen treiben konnte. Dieses Wissen veranlasst mich  dazu die Vorsichtsmaßnahmen bei zukünftigen Aktivitäten im Elternschlafzimmer drastisch zu erhöhen!!! Nötigenfalls werde ich damit drohen die Popobilder auf dem 18. Geburtstag zum Besten zu geben.

In jedem Fall habe ich michFernsehbild köstlich amüsiert und ich kann an dieser Stelle nur jedem empfehlen, den Kindern eine preiswerte Digitalkamera in die Hand zu drücken und sie damit machen zu lassen, was sie wollen. Und nicht vergessen: unbedingt die Videofunktion erklären.

Es lohnt sich!

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