Und von der Küche flitzen wir zurück ins Badezimmer. Dort gibt es noch immer Baustellen und eine davon heißt Zahnpasta. Die ist verpackt in was? Richtig, Plastik. Und darüber hinaus enthält sie oft noch Mikroplastik. Da müssen wir also mal ran.

Ich habe mich langsam rangetastet. Der erste Schritt vor ein paar Monaten war, eine Bio-Zahnpasta ohne Mikroplastik zu kaufen. Da habe ich mich auf Ökotest verlassen und den damaligen Testsieger genommen. Leider kam der aber auch in Plastik daher. Dann habe ich aus dem Reformhaus eine Zahnpasta in der guten alten Blechtube gekauft. Aber nur wegen Zahnpasta immer dorthin zu fahren, war mir lästig und irgendwie blieb ja auch trotzdem Müll. Also habe ich weiter recherchiert.

Nun stieß ich auf Zahntabletten. Das ist eine feine Sache. Es ist quasi Zahnpasta, der das Wasser entzogen wurde. Da ich sie in Wuppertal nirgendwo plastikfrei bekommen konnte, denn bei Lush sind sie in Kunststoffflaschen verpackt, habe ich sie mit einigen anderen Dingen in Köln bei Tante Olga bestellt. Man kann zwischen solchen mit oder ohne Fluorid wählen. Das ist ein bisschen Glaubensfrage. Beide Varianten gibt es als Nachfüllpack im Papierbeutel. Zum Zähneputzen muss man mit den Schneidezähnen die Tablette zerkauen, bevor man anfängt. Da ich ja bisweilen etwas bockig bin, dachte ich: „Wat soll dat? Geht doch mit den Backenzähnen bestimmt viel besser.“ Ja, schon, aber dann kleben die Brösel leider auch schön an den Zähnen fest. Da hatte sich der Hersteller also tatsächlich was bei der Anweisung gedacht. 😉 Als ich dann anfing zu putzen, war das anfangs ein komisches Gefühl, denn die Bröckchen brauchen ein bisschen, bis sie sich auflösen. Und schäumen tun sie auch nicht. Aber das glatte, saubere Gefühl nach dem Putz ist sensationell. Ich liebe die Teile.

Einige Mitglieder der Familie haben aktuell jedoch ein Problem mit dem Zerkauen in Ermangelung von Schneidezähnen (siehe Foto). Also musste die Recherche weitergehen. Man kann Zahnpasta recht einfach mit Kokosöl und Natron machen, aber der Geschmack ist mehr als bäh. Das Experiment mit dieser Rezeptur musste ich sofort abbrechen. Aber vielleicht war ich da voreilig. Man könnte es ja noch modifizieren.

Inzwischen bin ich auf eine Mixanleitung gestoßen, für die man sich einige Zutaten besorgen muss, die man jetzt nicht so unbedingt grundsätzlich im Haus hat. Dafür erhält man aber auch Zahnpasta, die schäumt und – bei uns wichtig für die Jungs – süß schmeckt. Wer das nicht mag, fügt einfach mehr Pfefferminzöl oder weniger Xylit zu. Ich fülle die Paste in ein Schraubglas und entnehme es mit eine sauberen Spatel. Da das etwas umständlich ist, suche ich noch nach einer besseren Lösung. Der Versuch, sie in einer kleiner Pumplasche aufzubewahren, ist leider fehlgeschlagen. Dafür ist die Konsistenz zu zäh. Falls also jemand einen Geistesblitz hat… Das Rezept, welches ich genommen habe, findet Ihr hier.

Jetzt wünsche ich Euch viel Spaß beim Testen. Bin gespannt, welche Version Ihr bevorzugt.

Bis morgen!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s